Gründe für Obdachlosigkeit

Seitdem der Arbeitsmarkt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wieder gewachsen und durch mehr Konkurrenz geprägt ist, gibt es Obdachlose. Heutzutage werden diese die meiste Zeit auf der Straße geduldet und nicht wie in der NS-Zeit von den Straßen vertrieben und ermordet. Doch wie wird man obdachlos?

Niemand wird obdachlos geboren, sondern jeder Obdachlose hat eine Geschichte, wie es dazu kam, dass dieser nun auf der Straße lebt. Das bedeutet, dass jeder von uns, egal in welchem Alter und Geschlecht obdachlos werden kann. Obdachlos zu sein, ist zudem in den meisten Fällen keine freie Entscheidung, sondern geschieht meist aus der Not heraus und stellt einen täglichen Kampf ums Überleben dar.

Besonders häufig leben Obdachlose in Ballungsgebieten oder in stark industriellen Gebieten, da dort oft eine Wohnungsnot aufgrund der hohen Mietpreise herrscht und es schwierig ist, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Verliert man beispielsweise durch einen Schicksalsschlag seinen Job und seine Wohnung zugleich und sucht Zuflucht auf der Straße, haben viele Menschen Probleme wieder Anschluss zu finden und verweilen dort. Hinzu kommen anschließend die bürokratischen Hürden, um ALG II, also Hartz IV zu beantragen, welche Scham, Ahnungslosigkeit oder Überforderung auslösen können und die erneute Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen erschwert.

Ein weiterer Grund ist das Scheitern an dem enormen Leistungsdruck unserer heutigen Gesellschaft. Wenn Jugendliche bereits in ihrer Ausbildung durch eine Kündigung mit leeren Händen vor die Tür gesetzt werden, fehlen ihnen im weiteren Berufsleben Qualifikationen, um einen Beruf mit ausreichender Vergütung zu finden. Diese Kündigung kann zum Grund für ihre Obdachlosigkeit werden. 

Um den Herausforderungen des alltäglichen Lebens standhalten zu können, ist ein gutes soziales Umfeld, welches Stabilität und Halt bei Problemen leisten kann, von großer Bedeutung. Ist man dagegen auf sich allein gestellt und kommt mit den durch die Sozialisation gestellten Anforderungen nicht mehr zurecht, so kann die Gefahr, obdachlos zu werden, steigen. 

Auch die Entstehung von Reichtum, welche in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat und eine zeitgleiche Entstehung von Armut voraussetzt, ist ein Grund für eine steigende Obdachlosigkeit.

Menschen, die freiwillig auf der Straße leben wollen, möchten nicht für den Staat arbeiten und beispielsweise keine Steuern zahlen und boykottieren somit das Staatssystem.

Zusammenfassend sind folgende Aspekte als Gründe für eine Obdachlosigkeit zu nennen:

  • Arbeitslosigkeit und Armut
  • Migration
  • Alterung
  • Gesundheitsprobleme
  • Trennung oder Scheidung
  • Mangel an bezahlbarem Wohnraum zur Miete oder zum Kauf
  • mangelnde Betreuung von Menschen, die aus Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Gefängnissen oder anderen öffentlichen Einrichtungen entlassen werden

Verfasser: Jannica Beckmann

Aktion Obdachlosenhilfe (o.J.) – Gründe der Obdachlosigkeit – https://www.aktion-obdachlosenhilfe.de/Gr.ue.nde-der-Obdachlosigkeit.htm – Letzter Zugriff: 17.05.20 um 13:20 Uhr

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